3 Dinge woran merkt man, dass man wieder zu Hause ist:
1. Das Mittagessen wird einem nicht mehr an den Tisch gebracht
2. Fremdbestimmung des Fernsehprogramms
3. Ich bekomme keine Massagen mehr, sondern darf wieder welche geben
Die letzte Woche verging wie im Flug, was wahrscheinlich daran lag, dass die Zeit nach den Behandlungen mit Buch lesen, Kaffee trinken, Rommé spielen und „Tee trinken“ im Bistro verbracht wurde. Das letzte Mal im Bistro fiel das ausgerechnet auf den Rosenmontag, was sich faschingsgemäß in erhöhten „Teekonsum“ spüren ließ. Gängiger Spruch der regelmäßigen Kurteilnehmer war dann „4 Wochen Kur, 2 Wochen Entzug“. Die Entzugsklinik ist ja gleich nebenan.
Um herauszubekommen, inwiefern die Kur hilfreich war, erstellt man einAbschlussgutachten, wo all die Dinge noch mal vermessen werden, die bereits bei der Eingangsuntersuchung erfasst wurden. Jetzt wo ich darüber nachdenke, wurde das Lungenvolumen nicht noch mal erfasst. Ich weiß aber nicht, wieviel das Lungenvolumen über die körperliche Verfassung aussagt. Beim Gespräch mit einem anderen Patient kam mir zu Ohren, dass er nur 40% des statistisch normal gesehenen Lungenvolumens hatte, obwohl er 2 mal die Woche mindestens 10km joggt. Wer weiß.
Das Abschlussgutachten durfte dann am Freitag mein Physiotherapeut erstellen. Insgesamt kann man sagen, dass sich überall Verbesserungen eingestellt haben. Der Kopf lässt sich wenigstens um 5° auf jeder Seite mehr drehen und neigen. Die anderen Werte fallen mir jetzt nicht mehr ein, aber der Therapeut war sehr zufrieden. Jetzt heißt es, regelmäßig Sport zu treiben. Im meinem Fall vorzugsweise Schwimmen und Nordic Walking.
Meine Bilanz: Mir geht es wesentlich besser. Ich fühle mich etwas stabiler. Ich hatte Zeit mich auszuruhen. Das nötige Maß an Ausgeglichenheit wurde allerdings durch den Konsum von Büchern mit hohem Leichenanteil wieder zunichte gemacht. Dafür waren die Bücher einfach nur genial. Ich kann ohne Bedenken folgende Bücher empfehlen: „Die Blutlinie“ und „Der Todeskünstler“ von Cody McFadyen und „Stirb ewig“ von Peter James.
Das war jetzt erstmal der letzte Eintrag, so bis auf Weiteres.
26. Februar 2009 um 10:19
Wir hätten einen Wettkampf machen sollen: Wer liest in den (wieviel waren es?) 5? Wochen die meisten Bücher!! *lach* Willkommen zu Hause!!!